Sonntag, 27. November 2016

Russischer Zupfkuchen

Hallo Ihr Lieben :)

Nun ist sie da, die Adventszeit - die erste Kerze brennt.
Jedes Jahr aufs neue geht es plötzlich rassend schnell. Gefühlt lag ich noch gestern am Gardasee in der Sonne. Und heute leuchten mir überall Lichterketten, Adventskränze und Weihnachtsmärkte entgegen und am Donnerstag darf schon das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet werden.

In München gibt es über 25 Weihnachtsmärkte - die werde ich wohl nicht alle schaffen. Aber aufs Tollwood gehe ich auf jeden Fall. Das ist ein Winterfestival, auf der Theresienwiese (dort wo sonst das Oktoberfest ist), bei dem Kultur und Umweltaktivitäten im Vordergrund stehen. Dort gibt es einen winterlichen "Markt der Ideen" wo man typische Weihnachtsmarktdinge aber auch echtes Handwerk kaufen kann. Zudem sind alle gastronomischen Angebote auf dem Tollwood biozertifiziert, das finde ich besonders toll. Zudem gibt es verschiedene Zelte mit Theater oder Konzerten. Wenn ihr in der Vorweihnachtszeit in München seid - schaut mal vorbei dort ;)

Gibt es bei euch in der Stadt auch besondere Weihnachtsmärkte? Vielleicht habt ihr ja Tipps für mich?


Kuchen darf an einem Adventssonntag genauso wenig fehlen wie Kerzen! Wie wäre es mit einem Russischen Zupfkuchen? Der ist saftig, schokoladig und mürbe zugleich - und du musst dich nie wieder zwischen Schoko- und Käsekuchen entscheiden :)

Für mich ist Russischer Zupfkuchen ein Stück Kindheit, ich verbinde ihn mit Kaffeetrinken bei meiner Oma.
Sie macht den allerbesten Zupfkuchen und sagt immer so süß "Mit Put-ting." ;) Da kann man nicht widerstehen!


 Russicher Zupfkuchen
Ø 26-28 cm

Teig:
 
300 g Mehl
40 g Kakao
2 Tl Backpulver
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
150 g weiche Butter

Füllung:
250 g Butter
500 g Quark
200 g Zucker
2 Tl Vanilleextrakt
3 Eier
1 Pck. Vanillepuddingpulver

  1. Für den Teig Mehl, Kakao, Backpulver, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel vermengen. Ei und Butter zugeben und und zu einem homogenen Teig verkneten, das geht mit den Kenthaken oder auch gut von Hand. Zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und 30 Minuten kaltstellen.
  2. Für die Füllung die Butter in einem Topf zerlassen und abkühlen lassen. Quark, Zucker, Vanilleextrakt, Eier und Puddingpulver verrühren, dann die Butter untermengen.
  3. Den Ofen auf 180 °C Ober-Unterhitze vorheizen, die Springform einfetten. Etwa ein Drittel Teig beiseite stellen, mit den restlichen Teig die Form auskleiden und einen ca. 3cm hohen Rand bilden. Die Füllung in die Form geben und glatt streichen. Den restlichen Teig mit der Hand in kleine Stücke zupfen und auf der Quarkmasse verteilen. 
  4. In den heißen Ofen stellen, ca. 60 Minuten backen, dann herausnehmen und in der Form abkühlen lassen. 
 
  
Für die Extra-Prise Weihnachten könnt ihr noch einen Teelöffel Zimt mit in die Füllung geben :)

Einen schönen ersten Advent euch!

Ela 

Sonntag, 13. November 2016

Möhrenbrot mit Sesam


Hallo Ihr Lieben :)

Lang ist es her, dass ich mit euch das letzte Rezept - ein Sommerrezept! - geteilt habe.
Mittlerweile hat uns der Winter fest im Griff. Die ersten Erkältungswellen haben uns überrollt, es hat bereits geschneit und nach dem Joggen fühlt es sich an, als hätte man seine Oberschenkel irgendwo unterwegs verloren.

Lieber Winter - ich weiß, du bist unausweichlich. Das muss ich wohl akzeptieren. Aber wenn wir schon die nächsten Monate wegen dir frieren müssen, habe ich eine kleine Bitte an dich:
Bitte gehe dieses Jahr nicht wieder an Weihnachten in den Urlaub!
Denn Heiligabend bei 15 Grad trägt nicht sonderlich zur weihnachtlichen Stimmung bei - geht's euch auch so?
Doch noch ist es nicht so weit und der erste Glühwein wartet noch auf mich..


Dieses Wochenende habe ich seit langem mal wieder Brot gebacken. Dieser Duft, wenn das frisch gebackene Brot aus dem Ofen kommt ist einfach unglaublich - und jede Minute des Hefeteig-Wartens wert!
In dieses Prachtexemplar haben sich geraspelte Möhren (auch wenn es von außen wie Röstzwiebeln ausschaut) und ganz viel Sesam gemogelt. Dadurch ist das Brot wunderbar saftig aber trotzdem super locker. Ein Traum von Brot. Und es schmeckt sogar mit süßem Belag! 


Möhrenbrot mit Sesam
1 Brot
Kastenform 25 cm

1 Pck. Trockenhefe
200 ml lauwarmes Wasser
400 g Dinkelmehl
40 g Sesam
1 1/2 Tl Salz
 1 Prise Zucker
1 Prise Liebe
3 mittelgroße Möhren

  1. Als erstes die Hefe prüfen. Dafür die Trockenhefe im lauwarmen Wasser auflösen. Ist das Wasser zu heiß stirbt die Hefe, ist es zu kalt, wird sie nicht ausreichend aktiviert. Die Mischung stehen lassen, bis sie schäumt und Blasen wirft. Tut sie das nicht, neue Hefe verwenden.
  2. Während du die Hefe prüfst, die Möhren schälen und grob (oder fein) raspeln.
  3. Ist die Hefe gut, Mehl, Sesam, Salz, Zucker und Möhren zugeben und alles gut miteinander verkneten. Dafür kannst du die Küchenmaschine oder deine Hände nehmen.
  4. Den Teig in eine Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, bis er das doppelte Volumen erreicht hat.
  5. Eine Kastenform fetten. Den Teig kurz von Hand durchkneten und in die Form geben. Nochmal für 30 Minuten gehen lassen.
  6. Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, eine ofenfeste Schüssel mit Wasser (für eine knackige Kruste) in den Ofen stellen und nach Ende der Gehezeit das Brot in den heißen Ofen geben.
  7. 35-40 Minuten backen bis es gut aufgegangen ist und eine goldbraune Kruste hat. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen, aus der Form stürzen und gleich genießen.
         Abgewandelt nach Sia's Soulfood


Brot backen bedarf etwas Geduld - aber glaub mir, es lohnt sich!

Viel Spaß beim Backen 
Ela

Freitag, 29. Juli 2016

Sommerliches Dessert mit Johannisbeeren und Minze


Hallo Ihr Lieben :)

Heute habe ein perfektes Sommer-Dessert für euch!
Fruchtig, frisch, schnell, lecker. Was will man mehr?

Ein toller Nachtisch für den nächsten Grillabend, Mädelsabend oder einfach so ;)

Die beerige Köstlichkeit kommt mit wenig Zutaten aus, ist fix zusammengerührt, in hübsche Gläser geschichtet und steht im Handumdrehen auf dem Tisch.


Johannisbeeren sind für mich Kindheit pur. Früher konnten wir uns im Sommer vor Johannisbeeren nicht retten. Meine Großeltern hatten bzw. haben bis heute etliche Sträucher im Garten. Auch Stachelbeeren, Kirschen, Pflaumen, Äpfel und vieles mehr konnte man dort direkt vom Strauch bzw. Baum essen. Vor dem Essen ging es noch kurz zum Pflücken in den Garten. Ich fande das ganz toll und habe ganz viele Beeren in meine Schale meinen Mund gesammelt. Meine Oma hat Unmengen an Weckgläsern eingekocht, Kompott gemacht und vieles eingefroren. Dort gab es einen richtigen Vorratskeller mit immer vollen Regalbrettern. Früher wusste ich das gar nicht zu schätzen, doch nun, wenn ich Johannisbeeren im Supermarkt kaufe, würde ich gerne nochmal zwischen den schwer beladenen Sträuchern im Beet stehen und naschen.
Nur die schwarzen Johannisbeeren - die dürfen andere essen ;)

Haben eure Großeltern auch Obst und Gemüse im eigenen Garten angebaut?


Johannisbeer-Dessert
für 2

250g Magerquark
4-5 El Milch
1 Tl Vanille-Extrakt
2 El Rohrzucker
100g Johannisbeeren
frische Minze

  1. Den Quark mit der Milch cremig rühren. Je nach Cremigkeitswunsch mehr oder weniger Milch verwenden.
  2. Vanille-Extrakt und Zucker unterrühren. 
  3. Johannisbeeren und Minze waschen. Beeren vorsichtig von den Rispen lösen (dafür einen Stiel in die Hand nehmen, mit der anderen Hand umschließen und die Beeren vorsichtig von oben nach unten abziehen).
  4. 1/4 Creme in ein Dessert-Glas (150 ml) füllen, 1/4 Johannisbeeren darauf verteilen und mit 1/4 Creme bedecken. Mit Johannisbeeren und Minze garnieren. Das andere Glas ebenso einschichten.
 


Genießt das Wochenende
Ela



Dienstag, 19. Juli 2016

Ehrliche Worte & mein liebstes Avocado-Brot mit Hawaiisalz

Hallo Ihr Lieben :)

Trotz guter Vorsätze war hier erneut wochenlang nichts los.
Seit einiger Zeit frage ich mich wie es mit dem Blog weiter geht. Denn auch wenn ich nichts gepostet habe, habe ich daran gedacht, dass es schon wieder so lange kein neues Rezept von mir gab und hatte ein schlechtes Gewissen. Muss ich das?

Nein. Der Blog ist mein Hobby. Ich habe mit dem Bloggen angefangen, weil es mir Spaß macht zu backen, zu kochen, die entstandenen Kreationen zu fotografieren und euch davon zu berichten. Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig, wenn ich es einige Wochen nicht schaffe etwas zu schreiben. Das musste ich mir erstmal selbst klarmachen. Wenn man täglich von unzähligen (sehr aktiven) Bloggern mit Facebook-Einträgen, Instagram-Bildern und Co. überschwemmt wird, hat man das Gefühl, dass jeder beinahe täglich etwas postet. Das ist vielleicht teilweise der Fall, aber längst nicht bei allen. Das ist mir bewusst und trotzdem habe ich mich selbst verurteilt, dass ich es nicht öfter schaffe.

Ich habe mehrfach darüber nachgedacht, komplett aufzuhören. Es ist nicht so, dass mir die Lust am Bloggen vergangen ist, mir macht es weiterhin Spaß, doch ich bin umgezogen, arbeite seit knapp einem halben Jahr Vollzeit und in meiner Freizeit sind mir einfach auch andere Dinge wichtig geworden. Um das alles unter einen Hut zu bringen, muss sich meine eigene Einstellung zum Turnus meiner Blogeinträge verändern. Ich möchte aufhören mich selbst unter Druck zu setzen - schließlich entsteht dieser Blog in meiner Freizeit und sollte auch weiterhin aus Freude daran und nicht aus einem schlechten Gewissen heraus entstehen. Mir ist bewusst, dass Blogs auf denen viel und regelmäßig etwas passiert deutlich größere Reichweiten haben. Trotzdem möchte ich hier weiterhin meine Experimente mit euch teilen und hoffe, dass ihr auch mit dabei seid!

Nach so vielen Worten gibt's schnell einen Augenschmaus:


Sieht das nicht köstlich aus?
Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich mich seit dem letzten Blogpost ausschließlich von dieser Stullenversion ernährt habe - aber selten war es nicht ;)

Die Kombination aus reifer Avocado und warmen Ei ist schon gut - dann noch Tomate dazu und sie ist perfekt!


Avocado-Brot
für 2

2 Scheiben (Mehrkorn-)Brot
1 reife Avocado
2 Eier
Butter
Datteltomaten 
Hawaiisalz
Pfeffer

  1.  Avocado halbieren, Kern und Schale entfernen und in Streifen schneiden. Gleichmäßig auf den Brotscheiben verteilen.
  2. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, die Eier aufschlagen und zugeben. Wenn das Eiweiß gestockt ist, wenden und je nach Belieben fertig braten. Ich mag es, wenn das Eigelb am Rand fest ist und innen noch flüssig ;)
  3. Eier aus der Pfanne nehmen und je auf ein Avocado-Brot legen. Mit Hawaiisalz und Pfeffer würzen und zusammen mit den Tomaten direkt essen. An Guadn (sagt der Bayer)!

 
Das Hawaiisalz habe ich geschenkt bekommen als ich nach München gezogen bin. Ich war total erstaunt, vorher hatte ich noch nie schwarzes Salz gesehen! Das Salz, auch Lavasalz genannt, wird durch Sonnentrocknung aus Meerwasser gewonnen. Die schwarze Farbe stammt vom traditionellen Zusatz von 2 % hochreiner Holzkohle. Die Aktivkohle soll dem Salz ein leicht nussiges Aroma geben und zudem verdauungsfördernd und antioxidativ wirken. 
Beim zubereiten hatte ich plötzlich schwarze Finger. Da es sich um Kohle handelt, löst sich die Farbe durch Feuchtigkeit an den Händen ab. Zurück bleiben klare Salzkristalle. Crazy oder? :D


Genießt das gute Wetter!

Alles Liebe,
Ela


Donnerstag, 9. Juni 2016

Gratinierter Ofen-Spargel


Hallo Ihr Lieben :)

Die diesjährige Spargelzeit neigt sich schon wieder dem Ende zu. Und das bisher ohne ein einziges Spargelrezept von mir. Dabei mag ich Spargel sehr gern. Deswegen wird das jetzt sofort mit einem einfachen und schnellen Rezept für gratinierten Spargel aus dem Ofen geändert!



 Gratinierter Ofen-Spargel
für 2

500 g grüner Spargel
2 El Olivenöl
2-3 El Crème fraîche 
100 g Ziegenkäse(rolle)
Salz & Pfeffer

  1. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Spargel waschen und die harten unteren 2-3 cm abschneiden. Gegebenenfalls das untere Drittel schälen.
  2. Spargel in eine ofenfeste Form geben, salzen, pfeffern und mit dem Öl mischen. Crème fraîche gleichmäßig auf den Stangen verteilen. Den Ziegenkäse in Scheiben schneiden und ebenfalls auf den Spargel geben.  
  3. Form auf mittlerer Schiene in den heißen Ofen schieben und etwa 20-25 Minuten garen. Der Spargel sollte durch (kurz mit dem Messer reinstechen) und der Käse zerlaufen sein. Herausnehmen und direkt servieren - guten Appetit!


Sieht der nicht köstlich aus? Ich glaub ich muss am Wochenende nochmal Spargel kaufen bevor es keinen mehr gibt! Hattet ihr schon genug Spargel dies Jahr? Was sind eure liebsten Rezepte?

Spargelküsschen 
♥ 
Ela 

Samstag, 28. Mai 2016

Apfel-Streuselkuchen [vegan]


Hallo Ihr Lieben :)

Heute zeige ich das Ergebnis meiner ersten veganen Backaktion. Online findet man ja wirklich jedes Gericht, jeden Kuchen und jede klassische Torte, in veganer Variante. Alles kann mittlerweile mit pflanzlichen Alternativen "nachgebaut" werden. Da bin ich erstmal skeptisch.
Ich halte nicht viel von "Eiersatzpulver" oder anderen Austauschprodukten. Daher fiel meine Wahl auf das Rezept des veganen Apfelkuchens mit Streuseln, dessen Zutaten mir alle bekannt waren ;)


Apfel-Streuselkuchen
Ø 20cm 

Teig:
45 g Puderzucker
90 g Margarine
135 g Mehl
1 Prise Salz

Füllung:
500 g Äpfel (etwa 3-4)
200 g Apfelmark
20 g brauner Zucker

Streusel:
75 g Zucker
75 g Margarine
90 g Mehl
1 Tl Zimt
  Quelle:  Kaffee & Cupcakes
 

  1. Den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen, in den Boden der Springform Backpapier einziehen und den Rand fetten. 
  2. Alle Zutaten für den Teig zügig mit den Händen oder den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten.
  3. Den Teig mit den Händen in Form drücken, dabei einen gleichmäßigen Rand formen.
  4. Die Äpfel schälen, entkernen und würfeln. Dann mit dem Apfelmark und dem braunen Zucker mischen und auf den Teig geben.
  5. Alle Zutaten für die Streusel mit dem Handrührgerät auf hoher Stufe verrühren bis sie die gewünschte Streuselform haben.
  6. Die Streusel mit den Händen auf der Füllung verteilen und dann ab in den Ofen (zweite Schiene von unten).
  7. Für etwa 40 Minuten backen. Herausnehmen, leicht abkühlen lassen, den Rand vorsichtig lösen und die Form entfernen. Noch warm oder ausgekühlt genießen :)



Ich bin begeistert! Der erste Versuch und gleich gelungen. Es war total lecker und die Zimt-Streusel sind echt super. Besonders toll fande ich, zu meinem Erstaunen, den Teig. Er lies sich total gut verarbeiten, war total geschmeidig und auch das Backergebnis war knusprig, mürbe und so wie man sich das wünscht bei einem Apfelkuchen!

Vegan backen könnt ihr euch nicht vorstellen? Probiert es einfach aus! Ich war auch skeptisch am Anfang. Aber das Ergebnis hat echt überzeugt ;)


Viel Spaß beim Backen!

Ela 

Freitag, 13. Mai 2016

Time to crumble!

Wo soll ich nur anfangen?

Nein, ich wurde nicht in Israel festgehalten - auch wenn die Zeit, die seit dem letzten Post und dessen Inhalt vergangen ist, diese oder ähnlich kuriose Theorien rechtfertigen würde!

Hier war in den letzten Wochen - die sich erschreckenderweise zu zwei Monaten angehäuft haben - wenig los. Genauer gesagt gar nichts. Einen ganzen Monat ohne ein einziges Rezept, das gab es hier noch nie! Und ich hoffe, dass es auch so schnell nicht wieder vorkommt.

Dabei bin ich dankbar und froh, dass ich nun überhaupt hier auf meinen Tasten diesen Text einhacken kann! Denn die Technik war gegen mich - aber sowas von!
Zuerst die Waschmaschine bei uns im Haus. Ich sag euch, mit stinkiger Wäsche in der U-Bahn zu sitzen muss man nicht unbedingt machen!
Dann fing der Kühlschrank an zu lecken - bis heute steht der alle paar Tage unter Wasser - Ursache ungeklärt. Sherlock hatte leider schon genug Aufträge und verlangt auch noch Fahrtkostenerstattung!

Während ich nach langer Zeit endlich einen Eintrag über die zurückliegende Israelreise schreiben wollte, ist mein Laptop à la Bluescreen abgestürzt und hat daraufhin jegliche Arbeit verweigert. Davon hatte ich euch bereits bei Facebook berichtet. Aus dem Reisebericht wurde also wieder nichts... Als wäre das nicht schon genug, reihte sich mein Handy in die technischen Desaster ein und simulierte für einige Stunden einen Totalausfall. Das verursachte dann auch beinah meinen Totalausfall..

Um zum Abschluss meiner "So merkt man erstmal wie abhängig man von der Technik ist"-Geschichte zu kommen: Die Waschmaschine und das Handy funktionieren wieder. Den Laptop habe ich mit Hilfe komplett neu installiert und dank stetiger Datenkopien nur einen marginalen Datenverlust davon getragen. Mittlerweile habe ich wieder alle Programme installiert und kann wieder fleißig Food-Fotos bearbeiten :)



Jetzt kommen wir zum angenehmen und köstlichen Teil! RHABARBER :) Große Liebe - nach Erdbeeren natürlich. Die kann keiner von ihrem "Meistgeliebt"-Thron stoßen, basta!!

Für das lange Pfingstwochenende empfehle ich euch unbedingt diesen Rhabarber-Bananen-Crumble mit Sesam-Pekannuss-Streuseln. Hier in München soll es das ganze Wochenende regnen. Da ist ein Crumble perfekt um sich drinnen einzukuscheln, ein Buch zu lesen und warmen knusprigen Crumble zu futtern. Und keine Angst, der Sesam macht es außergewöhnlich - aber außergewöhnlich lecker!

   
Rhabarber-Bananen-Crumble
für 2

 3 kleine Stangen Rhabarber
1 Banane
50g Sesam
30g Pekannüsse
100g Mehl nach Wahl
80g Zucker
60g Butter
1/2 Tl Zimt
1 Tl Vanilleextrakt

  1. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Rhabarber waschen, die groben Fäden abziehen und in ca. 1cm breite Stücke schneiden.
  2. In eine ofenfeste Form geben und im heißen Ofen 10 Minuten backen.
  3. Währenddessen die Pekannüsse hacken und zusammen mit Sesam, Mehl, Zucker, Butter, Zimt und Vanille mit den Händen zu Streuseln verkneten.
  4. Die Banane schälen, in 1cm Scheiben schneiden und nach 10 Minuten auf den Rhabarber geben. Die Streusel gleichmäßig darauf verteilen und fix zurück in den Ofen.
  5. Nochmals 15-20 Minuten backen, bis die Streusel die gewünschte Bräune erreicht haben. Dann herausnehmen, etwas abkühlen lassen und unbedingt warm essen! 
 


Die Mischung macht's! Der Rhabarber ist leicht säuerlich und die Banane mit ihrer Süße die perfekte Ergänzung. Da bekomm ich gleich wieder Hunger. Ich sollte schnell ins Bett gehen! Ist eh schon wieder spät genug geworden.




Genießt das lange Wochenende.
Und denkt dran, es ist:

TIME TO CRUMBLE!


Ela